Die Alpen erstrecken sich über acht Länder: Österreich, Italien, Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Slowenien, Liechtenstein und Monaco. Den größten Anteil haben Österreich mit rund 29 Prozent und Italien mit rund 27 Prozent der Alpenfläche. Das Gebirge zieht sich in einem rund 1.200 Kilometer langen Bogen von Nizza bis Wien.

  • Acht Alpenstaaten, alle Mitglieder der Alpenkonvention.
  • Gesamtfläche: rund 190.600 Quadratkilometer.
  • Größter Anteil: Österreich (28,7 %), knapp vor Italien (27,3 %).
  • Ganz in den Alpen: Liechtenstein und Monaco.
  • Höchster Gipfel: Mont Blanc mit rund 4.806 Metern an der Grenze von Frankreich und Italien.

Welche Länder liegen in den Alpen?

Acht Staaten haben Anteil am Gebirge. Sie haben 1991 gemeinsam die Alpenkonvention unterzeichnet, einen Vertrag zum Schutz der Alpen. Die Konvention legt auch fest, welche Gebiete offiziell zu den Alpen zählen. Rund 14 Millionen Menschen leben in diesem Raum, verteilt auf etwa 6.200 Gemeinden.

Karte der Alpenländer mit Alpenfläche, Grenzen, Städten und höchsten Gipfeln
Grafik 1: Die Alpen und ihre acht Anrainerstaaten mit dem jeweiligen Anteil an der Alpenfläche.

Die Karte zeigt den Verlauf des Gebirges. Im Westen biegt der Alpenbogen nach Süden ab und reicht bis ans Mittelmeer. Im Osten läuft er in Hügeln vor Wien und Graz aus. Die Schraffur zeigt eine vereinfachte Abgrenzung der Gebirgszone.

Welches Land hat den größten Anteil an den Alpen?

Österreich besitzt mit rund 54.600 Quadratkilometern die größte Alpenfläche. Italien folgt knapp dahinter. Zusammen bringen beide Länder mehr als die Hälfte der Alpen auf. Frankreich liegt auf Platz drei, die Schweiz auf Platz vier.

Balkendiagramm der Alpenfläche nach Ländern in Quadratkilometern
Grafik 2: Alpenfläche je Land im Gebiet der Alpenkonvention, gerundet.
LandAlpenflächeAnteil an den AlpenAnteil an der LandesflächeHöchster Alpengipfel
Österreich54.600 km²28,7 %rund 65 %Großglockner, 3.798 m
Italien52.000 km²27,3 %rund 17 %Mont Blanc (Grenze), sonst Gran Paradiso 4.061 m
Frankreich40.800 km²21,4 %rund 7 %Mont Blanc, rund 4.806 m
Schweiz25.200 km²13,2 %rund 60 %Dufourspitze, 4.634 m
Deutschland11.100 km²5,8 %rund 3 %Zugspitze, 2.962 m
Slowenien6.800 km²3,5 %rund ein DrittelTriglav, 2.864 m
Liechtenstein160 km²0,08 %100 %Grauspitz, 2.599 m
Monaco2 km²0,001 %100 %kein Gipfel

Ein anderer Blick lohnt sich beim Anteil an der eigenen Landesfläche. Für Österreich und die Schweiz sind die Alpen das prägende Landschaftselement. Für Frankreich und Deutschland sind sie dagegen nur ein kleiner Randbereich.

Wie verteilen sich die Alpen auf die einzelnen Länder?

Österreich

Rund zwei Drittel Österreichs liegen in den Alpen. Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Kärnten sind fast vollständig gebirgig. Der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg des Landes. An seinem Fuß liegt die Pasterze, der größte Gletscher Österreichs. Im Osten enden die Alpen mit dem Wienerwald am Stadtrand von Wien.

Großglockner mit Pasterze-Gletscher in den österreichischen Alpen
Foto 2: Der Großglockner mit der Pasterze ist Österreichs höchster Gipfel.

Italien

Italien besitzt den gesamten Südrand des Alpenbogens. Er reicht von Ligurien über Piemont, das Aostatal und die Lombardei bis nach Südtirol und Friaul. Den Mont Blanc teilt sich Italien mit Frankreich. Der höchste Gipfel ganz auf italienischem Boden ist der Gran Paradiso mit 4.061 Metern. Die Dolomiten zählen zum UNESCO-Weltnaturerbe.

Frankreich

Die französischen Alpen bilden den westlichen Teil des Gebirges. Sie reichen vom Genfer See bis zu den Seealpen an der Côte d’Azur. Der Mont Blanc ist mit rund 4.806 Metern der höchste Berg der Alpen. Seine Höhe schwankt leicht, weil sich die Eiskappe auf dem Gipfel verändert.

Schweiz

Rund 60 Prozent der Schweiz gehören zu den Alpen. Hier stehen besonders viele Viertausender, etwa im Wallis und im Berner Oberland. Die Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv ist mit 4.634 Metern der höchste Schweizer Gipfel. Das Matterhorn ist der bekannteste Berg des Landes.

Deutschland

In Deutschland liegen die Alpen nur in Bayern. Sie bilden einen schmalen Streifen entlang der Grenze zu Österreich. Dazu gehören die Allgäuer, Ammergauer und Berchtesgadener Alpen sowie Wetterstein und Karwendel. Die Zugspitze ist mit 2.962 Metern der höchste Berg Deutschlands. Nördlich davon schließt das Bayerische Alpenvorland an.

Blick von der Nordkette über das Karwendel bei Innsbruck
Foto 3: Das Karwendel reicht von Tirol bis nach Oberbayern.

Slowenien

Im Nordwesten Sloweniens liegen die Julischen Alpen, die Karawanken und die Steiner Alpen. Der Triglav ist mit 2.864 Metern der höchste Berg des Landes. Er ist das Nationalsymbol und erscheint im Staatswappen. Rund um den Gipfel liegt der Triglav-Nationalpark.

Liechtenstein

Das kleine Fürstentum liegt vollständig im Alpenraum. Es grenzt im Westen an den Rhein und im Osten an das Rätikon. Der höchste Punkt ist der Grauspitz mit 2.599 Metern an der Grenze zur Schweiz.

Monaco

Monaco ist mit rund zwei Quadratkilometern der kleinste Alpenstaat. Das Gebiet zählt zur Alpenkonvention, weil die Seealpen hier bis ans Meer reichen. Einen Berg hat Monaco nicht. Der höchste Punkt liegt bei rund 160 Metern.

Wie lang und breit sind die Alpen?

Der Alpenbogen ist rund 1.200 Kilometer lang. An der breitesten Stelle zwischen Bayern und Oberitalien misst er etwa 250 Kilometer. Im Westen ist das Gebirge schmaler, dafür höher. Dort stehen fast alle Viertausender. Die Ostalpen sind breiter, aber im Schnitt niedriger.

MerkmalWestalpenOstalpen
Grenzewestlich der Linie Bodensee, Rheintal, Splügenpass, Comer Seeöstlich dieser Linie
LänderFrankreich, Italien, Schweiz, MonacoÖsterreich, Deutschland, Italien, Schweiz, Slowenien, Liechtenstein
Höchster GipfelMont Blanc, rund 4.806 mPiz Bernina, 4.049 m
Charakterschmaler, höher, viele Gletscherbreiter, viele Kalkgebirge

Gehören auch andere Länder zu den Alpen?

Nein, offiziell zählen nur die acht Staaten der Alpenkonvention. Ungarn besitzt mit dem Günser Gebirge zwar einen kleinen Ausläufer der Ostalpen. Es ist aber kein Mitglied der Konvention. Kroatien und Bosnien haben Anteil an den Dinariden, einem eigenen Gebirge südöstlich der Alpen.

Was regelt die Alpenkonvention?

Die Alpenkonvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag der acht Alpenstaaten und der Europäischen Union. Sie wurde 1991 in Salzburg unterzeichnet und trat 1995 in Kraft. Der Vertrag soll Natur, Kultur und Wirtschaft im Alpenraum in Einklang bringen. Zusatzprotokolle regeln etwa Verkehr, Tourismus, Bergwald und Naturschutz. Das Ständige Sekretariat sitzt in Innsbruck.

Häufige Fragen zu den Alpenländern

Wie viele Länder haben Anteil an den Alpen?

Acht Länder: Österreich, Italien, Frankreich, die Schweiz, Deutschland, Slowenien, Liechtenstein und Monaco.

Welches Land hat die meisten Alpen?

Österreich hat mit 28,7 Prozent den größten Anteil an der Alpenfläche. Italien folgt mit 27,3 Prozent.

Welcher ist der höchste Berg der Alpen?

Der Mont Blanc ist mit rund 4.806 Metern der höchste Berg der Alpen. Er liegt an der Grenze zwischen Frankreich und Italien.

Welche Länder liegen komplett in den Alpen?

Liechtenstein und Monaco liegen vollständig im Gebiet der Alpenkonvention. Österreich und die Schweiz sind zu rund zwei Dritteln beziehungsweise 60 Prozent alpin.

Wo liegen die Alpen in Deutschland?

Die deutschen Alpen liegen nur in Bayern, entlang der Grenze zu Österreich. Sie reichen vom Allgäu bis nach Berchtesgaden.

Quellen: Ständiges Sekretariat der Alpenkonvention (alpconv.org); salto.bz, „Die Nationalität der Alpen“ (2021); Wikipedia, Artikel „Alpenländer“; Natural Earth, Geodaten. Flächenangaben gerundet, Stand Oktober 2026.

Foto 1: Devshack, Pexels (kostenlos nutzbar)

Foto 2: Dmitry Romanoff, Pexels (kostenlos nutzbar)

Foto 3: Ronny Siegel, Pexels (kostenlos nutzbar)

Grafik 1 und 2: eigene Darstellung, oberbayerisches-alpenvorland.de, Daten: Natural Earth, Alpenkonvention

3. Oktober 2026 · 6 Min. Lesezeit